Geschichte des Haus Maria Veen

Historische Aufnahme des Heidehofs

Das Haus Maria Veen wurde am 01.10.1888 als erste Arbeiterkolonie des Vereins für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen offiziell eröffnet. Die Entstehung der Arbeiterkolonien war damals eine völlig neue Hilfeform. Neben der dort angebotenen Unterkunft und Verpflegung hatten die Wanderer die Möglichkeit einer Beschäftigung nachzugehen.

Der Trappisten Orden übernahm die Leitung der Kolonie im Münsterland und der Pater Anselm taufte die Kapelle auf den Namen „Maria Venn“. Er sprach es damals aber wie „Maria Veen“ aus. Der Name dieser Kapelle „Maria Veen“ wurde danach als Name für die erste Arbeiterkolonie in Westfalen übernommen.

1889 wurde der Bahnhof Maria Veen gegründet. Dadurch wurde die Erreichbarkeit der Einrichtung deutlich verbessert und im Jahr 1890 lebten bereits 133 Kolonisten in Maria Veen. Aufgrund der erhöhten Nachfrage wurde das Haus 1926 um mehrere Gebäude erweitert. Hierbei entstand auch der Heidehof, das älteste, heute noch existierende Gebäude.

Der Heidehof heute

Im zweiten Weltkrieg entzogen die Nationalsozialisten den Trappisten die Leitung und setzten einen ihrer Parteifunktionäre ein. Während der Kriegszeit wurden zunächst Soldaten und zu einem späteren Zeitpunkt eine SS-Verfügungstruppe einquartiert. Danach war Maria Veen ein Gefangenenlager für französische Kriegsgefangene. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Haus Maria Veen zunächst mit durchziehenden Truppen belegt und diente als Durchgangslager für Ostvertriebene. Für zurückbleibende kranke und alte Menschen wurde ein Hilfskrankenhaus und ein Altenheim errichtet. Die Einrichtung nahm danach seine eigentliche Bestimmung hauptsächlich wieder auf.

In der nachfolgenden Zeit wurde das Haus Maria Veen weiter ausgebaut, und es wurden neue Plätze im Bereich der Tagesstruktur geschaffen.


Ein Film zur Entstehung und Entwicklung des Ortsteils Maria Veen finden Sie unter
www.archiv-tagging.de